3.STRASSENFEST GEGEN RASSISMUS UND
DISKRIMINIERUNG - FÜR EIN BESSERES ZUSAMMENLEBEN

 

Liebe Nürnbergerinnen und Nürnberger,
zwischen 2000 und 2007 ermordete der „Nationalsozialistische
Untergrund“ (NSU) neun Mitbürger mit Migrationshintergrund
und eine Polizistin. Dass die Neo-Nazi-Gruppe um Beate
Zschäpe verantwortlich für diese abscheulichen Morde und
unzählige andere Straftaten war, sowie auch die anschließenden
Entwicklungen während des Gerichtsverfahrens zeigen
uns, dass der Rassismus allgegenwärtig ist.
Rassismus erscheint nicht länger als eine Randerscheinung
von vereinzelten rechtsradikalen Gruppierungen, sondern
rechtes Gedankengut ist in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen.
In den letzten zwei Jahren gab es in Nürnberg über
50 Aufmärsche und Kundgebungen.
Erschreckende Zahlen, von über 97 % rechtsmotivierten
Straftaten gegen Gefl üchtete und Gefl üchtetenunterkünfte in
Bayern, setzen uns in Alarmbereitschaft.
In den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 gab es demnach
340 Angriffe auf Gefl üchtete sowie 75 Straftaten gegen Gefl
üchtetenunterkünfte – darunter auch etliche Brandanschläge.
Aus den Aufstellungen geht hervor, dass die Polizei in den
meisten Fällen keine Pressemitteilung veröffentlichte. Die
Öffentlichkeit war also über die rechten Gewalttaten meist
nicht informiert.
Der schreckliche Anschlag in Berlin auf einen Weihnachtsmarkt
erschütterte alle Menschen. Wir verurteilen solche Gräueltaten.
Solche Taten sind ein Anschlag auf die Menschheit. Rechtspopulisten
und Rassisten nutzen derartige Anschläge für ihre
menschenverachtende und hetzerische Politik, um die Bevölkerung
zu spalten. Wir dürfen nicht zulassen, dass Stimmung
gegen Gefl üchtete, sowie auch gegen hier ansässige MigrantenInnen
gemacht wird.
In diesem Sinne planen wir als breit aufgestelltes Bündnis das
dritte Straßenfest am Aufseßplatz:
Diesen Termin haben wir bewusst ausgesucht, denn drei
Opfer der NSU-Terrorzelle wurden in Nürnberg ermordet. Am
13. Juni jährt sich der Todestag von Abdurrahim Özüdoğru
zum 15. Mal und am 9. Juni jährt der Todestag von Ismail
Yaşar zum 11. Mal. Zuvor fi el Enver Simsek am 9. September
2000 den NSU-Mördern zum Opfer. Der NSU-Prozess, in dem
u.a. Beate Zschäpe angeklagt ist, jährt sich dieses Jahr zum
4. Mal. Doch scheint keine „Aufklärung der Morde und die
Aufdeckung der Helfershelfer und Hintermänner“ auch nach
4 Jahren nicht in Sicht.
Das Fest wird gemeinsam mit allen Vereinen, Organisationen
und Institutionen, die sich für ein besseres Zusammenleben
der Menschen verschiedenen Religionen, Ethnien, Sprachen
und Kulturen einsetzen, organisiert.

 

3. Straßenfest Flyer
Strassenfest 2017 Flyer.pdf
PDF-Dokument [2.5 MB]
3. Straßenfest A2 Plakat
Strassenfest Plakat A2 .pdf
PDF-Dokument [2.4 MB]
3. Straßenfest Flyer Türkisch
Strassenfest 2017 Flyer TR .pdf
PDF-Dokument [2.8 MB]
3. Straßenfest A0 Plakat Türkisch
Strassenfest Plakat A0 TR.pdf
PDF-Dokument [10.1 MB]

2. Straßenfest „Gegen Rassismus und Diskriminierung - Für ein besseres Zusammenleben

Die ausländerfeindliche und rassistische Terrororganisation
NSU plante und verübte deutschlandweit im Zeitraum von
2000-2007 diverse Angriffe und Morde an mindestens neun
Mitbürger mit Migrationshintergrund und einer Polizistin. Drei
der NSU-Opfer wurden in Nürnberg ermordet: Enver Simsek,
als erstes der neun NSU-Opfer am 9. September 2000 und
Abdurrahim Özüdoğru am 13. Juni 2001 und Ismail Yaşar am
9. Juni 2005.
Allein im letzten Jahr wurden mehr als 900 Angriffe auf Unterkünfte
von Geflüchteten sowie 1610 rechtsmotivierte
Übergriffe in Zusammenhang mit der Unterbringung von
Flüchtlingen registriert. Nahezu wöchentlich marschieren
rassistische Gruppen von Nügida, Pegida bis hin zu den Neonazis
der verschiedenen rechtsextremen Parteien in Nürnberg
auf.
Rassismus ist längst keine Angelegenheit von Neonazis und
Ultra-Konservativen mehr. Die jüngsten Wahlerfolge der AfD
zeigen, dass die rassistische Propaganda nicht erfolglos ist.
Die AfD ist nicht nur rechstpopulistisch sondern offen rassistisch
und schürt vorhandene Ängste und Vorurteile der
Menschen.
Wir leben jedoch in einer Zeit, in der aufgrund von Arbeitslosigkeit,
Prekarisierung und Destabilisierung von Lebenslagen
ein Unsicherheitsgefühl um sich greift. Die Schere zwischen
Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Perspektivlosigkeit,
Zukunftsängste und Frustration führen häufi g zu
Rückzugs- und Abschottungstendenzen: Das Vertrauen in die
bürgerliche Demokratie schwindet immer mehr. Diese Tendenzen
und Entwicklungen sind ein fruchtbarer Boden für
Rassismus.
Wir wollen keine Welt, in der Vorurteile, Hass und Gewalt das
friedliche, respektvolle menschliche Miteinander zerstören.
Deshalb ist es notwendig, die Initiative gegen Rassismus zu
ergreifen. Mit unserem Straßenfest wollen wir gemeinsam ein
Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus
und gegen jegliche Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
setzen. Wir, das sind Vereine, Organisationen,
Parteien und Institutionen, die sich für ein besseres Zusammenleben
der Menschen verschiedenen Religionen, Ethnien,
Sprachen und Kulturen einsetzen.
Das Straßenfest soll die Begegnungen und den Dialog zwischen
Menschen verschiedener sozialer, kultureller oder ethnischer
Herkunft fördern. Ebenso soll das friedliche Zusammenleben
von MigrantInnen und Nicht-MigrantInnen in Nürnberg gestärkt
werden.
Deswegen fi ndet auch in Erinnerung und Gedenken an die
Nürnberger Opfer der NSU das Straßenfest am Aufseßplatz
statt.
Das erste Fest 2015 wurde mit dem Mosaik-Jugendpreis ausgezeichnet.

https://www.facebook.com/2Stra%C3%9Fenfest-Gegen-Rassismus-und-Diskriminierung-1540143342965204/?fref=ts

Strassenfest 2016 Flyer.pdf
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Strassenfest Plakat A2.pdf
PDF-Dokument [2.9 MB]

Straßenfest „Gegen Rassismus und Diskriminierung - Für ein besseres Zusammenleben

Der NSU hat (mindestens) neun MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund und eine Polizistin ermordet. In Vorra wurde unlängst eine Flüchtlingsunterkunft mit Nazi-Symbolen beschmiert und angezündet. Zuletzt brannte in Tröglitz eine Unterkunft für Asylsuchende, nachdem Rechtsradikale zuvor den Bürgermeister, der für Toleranz eingetreten war, aus dem Amt gemobbt hatten. Aber Rassismus ist längst keine Angelegenheit von Neonazis und Ultra-Konservativen mehr. Als Pegida läuft bundesweit ein Teil des Bürgertums durch die Städte und versucht, tumbe Vorurteile gegen alle, die irgendwie anders sind, zur Norm zu machen.

Wir leben in einer Zeit, in der aufgrund von Arbeitslosigkeit, Prekarisierung und Destabilisierung von Lebenslagen ein Unsicherheitsgefühl um sich greift. Perspektivlosigkeit, Zukunftsängste und Frustration führen häufig zu Rückzugs- und Abschottungstendenzen: Soziale, kulturelle oder ethnische Gruppen ziehen sich zurück und meiden Kontakt mit Menschen, die nicht der eigenen Gruppe angehören. Diese Tendenzen und Entwicklungen sind ein fruchtbarer Boden für Rassismus.

 

Wir wollen keine Welt, in der Vorurteile, Hass und Gewalt das friedliche, respektvolle menschliche Miteinander zerstören. Deshalb ist es notwendig, Initiative gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu ergreifen. Mit unserem Straßenfest: „Gegen Rassismus und Diskriminierung - Für ein besseres Zusammenleben“ wollen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Islamophobie, Antisemitismus und gegen jegliche Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit setzen. Wir, das sind Vereine, Organisationen, Parteien und Institutionen, die sich für ein besseres Zusammenleben der Menschen verschiedenen Religionen, Ethnien, Sprachen und Kulturen einsetzen.


Das Straßenfest soll die Begegnungen und den Dialog zwischen Menschen verschiedener sozialer, kultureller oder ethnischer Herkunft fördern. Ebenso soll das friedliche Zusammenleben von MigrantInnen und Nicht-MigrantInnen in Nürnberg gestärkt werden.

 

Der Termin am 13. Juni ist bewusst gewählt. Zwei Opfer der NSU-Terrorzelle wurden im Juni in Nürnberg ermordet: am 9. Juni 2005 Ismail Yaşar und am 13. Juni 2001 Abdurrahim Özüdoğru.

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https://www.facebook.com/jungestimmeev.nurnberg?fref=ts

Strassenfest2015 1.pdf
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Straßenfest Plakat.pdf
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